50 Jahre Erste Badische Weinbruderschaft zu Meersburg

Verglichen mit einem Wein, wäre die Weinbruderschaft ein wundervoller Cuvée eigenständiger Rebsorten in vollendeter Harmonie komponiert, so gratulierte die badische Weinkönigin Magdalena Malin der Ersten Badischen Weinbruderschaft zu Meersburg, die am 22.10.2016 ihr 50jähriges Bestehen im Neuen Schloss zu Meersburg, ihrer Gründungsstätte, feierte.

Der offizielle Teil, umrahmt von den hervorragend vorgetragenen Musikstücken des „Circolo-Quartetts“ der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, begann mit einem Empfang im Vestibül des Schlosses. Altordensmeister Helmut Hengstler begrüßte die zahlreich erschienen Ehrengäste und Mitglieder. Bürgermeister Dr. Brütsch betonte in seinem Grußwort, dass er  stolz sei, dass die älteste Weinbruderschaft Baden-Württembergs  die Stadt Meersburg im Namen trage und versprach eine enge Zusammenarbeit für die  Zukunft. Die Bodensee-Weinprinzessin  Stephanie Staneker aus Hagnau dankte der Weinbruderschaft in einem beschwingt vorgetragenen Grußwort für die gelungene Arbeit in den vergangenen 50 Jahren. Otto Schätzel aus Nierstein, 2. Vorsitzender der Gemeinschaft Deutschsprachiger Weinbruderschaften und Brudermeister der Weinbruderschaft Rheinhessen, überbrachte in einer launigen Rede seine Grüße und freute sich auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Rhein und Bodensee.

Der offizielle Teil wurde in dem eindrucksvollen bis auf den letzten Platz gefüllten Spiegelsaal mit einem Festvortrag zum Thema „Es ist ein Durst gekommen“ von Prof. Dr. Klaus Oettinger fortgesetzt, eine Tour d`Horizon durch das Leben und die Trinkgebräuche der Studentenschaft vom Ende des 17. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Die geistreichen  Anekdoten und zeitgenössischen Berichte brachten die Festgäste zum Schmunzeln . Der anschließende Applaus war verdient und bewies, dass er ins „Schwarze“ getroffen hatte.
Ordensmeister Peter Eitze ernannte Helmut Hengstler aus Konstanz aufgrund seiner großen Verdienste um die Weinbruderschaft zum Ehrenordensmeister. In die Amtszeit von Helmut Hengstler fielen wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Weinbruderschaft. Die von ihm verfasste Festschrift  ist ein eindrucksvoller Bericht über die Geschichte der Weinbruderschaft. Altordensschatzmeister Bernhard Sohmer aus Villingen wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Peter Eitze stellte in seiner Ansprache ein engagiertes 4-Punkte-Programm vor. Eine gute Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit sind die Schwerpunkte. In einer feierlichen Zeremonie wurde der neue Kapitelrat vorgestellt und Monika Pilz-Hönig, Achim Hönig und Stefan Spier wurden als neue Mitglieder aufgenommen. Nach Ablegung des Gelöbnisses und dem gemeinsam mit dem Kapitelrat genossenen Brudertrunk aus einem großen Pokal nahmen sie Bruderschaftsorden entgegen. Marvin Friedrich, 25jähriger  Absolvent der Hochschule  Geisenheim, wurde als neuer Interessent aufgenommen. 
Mit einem schwungvoll vorgetragenem Tango Argentino und dem Finale aus Dvoraks amerikanischem Quartett verabschiedeten sich die Musiker des „Circolo Quartetts“ unter langanhaltendem Beifall der anwesenden Festgäste.  

Das anschließende Galamenu der „Traube Tonbach“, kredenzt mit einer Auswahl namhafter Lagenweine vom Bodensee, ließ keine Wünsche offen.


Das Jubiläum schloss mit einer Probe höchstprämierter badischer Weine vom Taubertal, dem  Kraichgau über die Ortenau bis ins Markgräflerland, die vom Geschäftsführer des badischen Weinbauverbandes, Peter Wohlfarth, höchst sachkundig begleitet wurde.
Unter großem Applaus gab Prof. Dr. Georg Sonntag mit seinem Jagdhorn  kurz vor Mitternacht das Signal zum Aufbruch nach einem höchst gelungenen und unvergesslichen Abend.

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