Kapitelreise an die Mosel – ein großes Erlebnis

Kapitelreise 2013

Die von Trudi und Peter Eitze bestens vorbereitete Kapitelreise an die Mosel mit ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer wurde für die 42 Weinfreundinnen und Weinfreunde zu einem unvergesslichen Erlebnis, baute das Fachwissen aus und schärfte die Weinzungen.

Die Anfahrt Richtung Trier wurde mit dem obligatorischen Frühschoppen im Stehen unterbrochen und durch ein Hornsignal eröffnet. In Trier starteten wir im Palais Kesselstadt und dem gleichnamigen VDP-Weingut Reichsgraf von Kesselstadt zu einer ersten Begegnung mit dem Moselriesling auf hohem Niveau. Im kleinen Örtchen Mühlheim an der Mosel bezogen wir dann im exclusiven Hotel „Weisser Bär“ unser Quartier für die folgenden Tage was sich als besonderer Glücksfall herausstellen sollte.

Die kommenden Tage waren geprägt vom Besuch eindrucksvoller Weingüter und herausragender Winzerpersönlichkeiten, die uns die Philosophie ihrer Weingüter in ihren spannenden Ausführungen und in ihren Weinen näher brachten. Jedes der besuchten Weingüter hatte seinen besonderer Stil, seine besonderen Ausbaumethoden und sein spezielles Verhältnis und Verständnis zu Restsüße und Säure. Und überall stand der Riesling mit seinem enormen Potential im Vordergrund.

Einige der Spitzenwinzer vertrauen auch auf Spontanvergärungen und haben damit nachweisbar Erfolg. Wir besuchten oder probierten weiter Weine von folgenden Betrieben: Weingut Bauer, Mühlheim, VDP-Weingut Schloss Lieser von Thomas und Ute Haag, VDP-Weingut Markus Molitor, Weingut Seelbach-Oster, VDP-Weingut Karthäuserhof, Christoph Tyrell, VDP-Weingut Schloss Saarstein, Christian Ebert, VDP-Weingut von Hövel, Maximilian von Kunow und die Bischöflichen Weingüter in Trier, Herr Engel, auch der Engel vom Bischof genannt.

Offenkundig waren die sensorischen Unterschiede zwischen den Weingütern der Mittelmosel einerseits und den besuchten Weingütern von Saar und Ruwer andererseits. Eigen war aber allen ein hoher Qualitätsstandard und eine ausgewogene Balance zwischen Süße:Säure. Die Weine waren durch die Bank individuell ausgebaut und verrieten die Handschrift ihrer Erzeuger und die Eigenheiten ihrer Böden und Lagen. Wir haben in konzentrierter Form vom Qualitätswein über die Stufen der Prädikatsweine über Große Gewächse und Auslesen bis zum Eiswein die Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer in hervorragenden und fachlich überzeugenden Präsentationen erlebt und uns von dem hohen Qualitätsstandard dieses Weingebietes überzeugen können. Weinkunst auf hohem Niveau!

Auch Kunst und Kultur bereicherten unser Programm. In Tier besuchten wir den Dom und die Konstantinsbasilika mit dem angebauten Fürstbischöflichen Palais. Rote Marx-Skulpturen vor der Porta Nigra wiesen auf den berühmten Sohn der Stadt Trier hin.

Beeindruckt waren wir auch von der herrlichen Mosellandschaft mit ihren enormen Steillagen und der Saarschleife. Ein Spontanbesuch auf der Rückreise im Meilenwerk bei Böblingen lies uns in die Faszination von bestens erhaltenen Oldtimern eintauchen.

Beim abschließenden exzellenten Fünf-Gang-Galadiner im „Weissen Bär“ mit korrespondierender Weinbegleitung aus dem Weingut von Hövel, präsentiert von Eigentümer Maximilian von Kunow, war dann auch der richtige Zeitpunkt gekommen, den Organisatoren Trudi und Peter Eitze für die hervorragende Konzeption und mustergültige Ausführung dieser sehr gut ausbalancierten Kapitelreise zu danken. Ordensmeister Helmut Hengstler würdigte dies in einer Stegreifrede und übergab Trudi und Peter mit anerkennenden Worten jeweils ein Weinpräsent, Spitzenweine aus besuchten Weingütern. In den Dank bezog er auch Edelgard und Willigert Raatschen und Schatzmeister Bernhard Sohmer für ihre Unterstützung an dieser Reise ein. Gleichzeitig gab er aber auch zu verstehen, dass es nicht ganz einfach sei, bei zukünftigen Kapitelreisen das Niveau dieser Reise zu halten, bemühen wird sich der Kapitelrat aber auf jeden Fall…

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