Kräuterseminar in Hilzingen-Binningen

Bericht über das Kräuterseminar am 30. Juni 2018 in Hilzingen-Binningen

Das schon traditionell alljährlich stattfindende Sensorikseminar führte uns in diesem Jahr nach Hilzingen-Binningen. Es fand nicht, wie sonst üblich, im Februar oder März statt, sondern wurde auf Ende Juni gelegt, da erst dann die Kräuter ihre volle Reife zeigen.

Inmitten der Hegauberge - des Herrgotts Kegelspiel - wie der Arzt und Dichter Ludwig Finckh diese Vulkankegel einmal nannte, besuchten wir ein Gartenkleinod der besonderen Art. Auf einer Fläche von über 6000 m² hat der Biologe und Gärtner Bernd Dittrich mit seinem Team im Jahr 1997 den Anfang für einen inzwischen weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannten Schaugarten für Duftpflanzen und Kräuter geschaffen.

Die Teilnehmer wurden zunächst bei einem Apéro mit einem sehr gelungenen 2017er Sauvignon Blanc der Spitalkellerei Konstanz von Stephan Düringer und seine Frau Heide begrüßt. Nach einer kleinen Einführung und dem Dank des Ordensmeisters für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung führte uns Heide Düringer 90 spannende Minuten durch den schön angelegten Schaugarten.

Die Bepflanzung berücksichtigt insbesondere die Pflanzendüfte. Es gab Bekanntes aber auch völlig Neues zu entdecken. Pflanzen mit typischem Verwesungsduft wie der der Osterluzei, schwere Düfte wie die der Lilien, aromatische Düfte wie die der Nelken, Veilchendüfte wie die der Resede, fruchtige Düfte wie die der Grasiris oder Honigdüfte, wie die des Mädesüß zeigten die Vielzahl der Düfte. Es wurden aber auch Pflanzen mit
Curry-, Ananas-, Pfirsich- und Minzgeruch erkannt.

Mit diesen Eindrücken brachen wir in Richtung Blumberg auf, wo wir im idyllisch gelegene Landgasthaus „Waldfrieden“ in Tengen, mit „der schönsten Aussicht zwischen Schwarzwald, Bodensee und der Schweiz“
erwartet wurden. Wir genossen ein sehr leckeres 3-Gang-Menu und Stephan Düringer stellte zu jedem Gang zwei Weine der Spitalkellerei Konstanz vor, wobei der frische und fruchtige 2017er Müller-Thurgau und der mächtige 2015er Spätburgunder besonders hervorstachen.  Aromen, die wir zuvor noch in diversen Kräutlein angetroffen haben, haben wir in den ausgesuchten Weinen wiedergefunden. Erst gegen 23:00 Uhr traten die letzten Teilnehmer die Rückfahrt an.
Wir danken Heide und Stephan Düringer sehr herzlich für eine sehr eindrucksvolle und gelungene Veranstaltung.

Peter Eitze

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